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Information über die Dörfer im Gebiet   Dolní Lukavic e

 

Dolní Lukavice

Lišice

Snopoušovy

Krasavce

 

 

Dolní Lukavice

 

Im Dorfzentrum steht St.Peter und Pauls Kirche. Die Kirche ist der gothischen Herkunft, von dieser Zeit kommt das Presbyterium und das Umfangsmauerwerk des Flügels, die Kirche war schon im 14. Jh. eine Pfarrenkirche, die Kaplanstelle dann 1407 von Jan von Lukavice zum Altar der Zehntausenden Märtyrer errichtet. 1691 wurde die Pfarre wieder vom Graf von Morzin begabt. Bei der Pfarre, zu der auch die Kirche in Seč gehörte, wurde ein Vikariat errichtet, das die Pfarren in der Umgebung von Chudenice bis nach Přeštice einschliesst. Die Kirche wurde im Frühbarockstil 1684 und dann 1734 wahrscheinlich von J. Auguston umgebaut. Es ist hier das Herz des Grafen Ferdinand von Morzin und   seiner Ehefrau Františka Rajská von Dubnice beigesetzt. Aus fast nicht geteilten Fassaden ragt in der Westfront ein Turm mit einem Barockportal mit Toskanersäulchen hervor, die ein gespaltenes Tympanon tragen. Die Seitenportale haben zugleich eine reiche Profilation. Der Innenraum ist flachdeckig, der eingelegte Chor ist mittels der Steinpfeiler getragen. In der Nordwand des Flügels ist ein kleines Gothikfenster enthüllt. Das Gewölbe unter dem Turm ist rippenkreuzartig, gothisch. Transept hat in der Mitte ein Plattgewölbe, die Seiten sind tonnengewölbt, Emporen sind flachdeckig. Das Presbyterium ist tonnengewölbt mit Dreiseitenausschnitten im Verschluss. Die Sakristei ist mit Plattengewölbe gewölbt.

Hinter der Kirche ist eine frühklassizistische Stockpfarre mit einem Mansardendach vom Jahre 1800. Die Fassaden sind mit Lisenen und Kordonsimsen gegliedert, aus der Front ragt Risalit hervor. Das Schönbornwappen ist über dem bis 1800 datierten Steinportal angebracht. Der Innenraum ist doppeltraktig, teilweise   mit Tonnengewölben. Vor der Kirche gibt es eine Martersäule mit einer tschechischen Aufschrift auf dem Sockel: "Anno domini 1741    im Verlag Adam Havráneks zur Ehre und zum Lob des Gottes erbaut ist ".

 

Dolní Lukavice

 

 

 

Das Dorf Lišice

 

 

 

 

   Erste Schriftstücke über das Dorf kommen aus dem Jahre 1379 her. Archeologische Funde von der Halstatzeiten beweisen die Beliebtheit dieses Talkessels. Ursprünglicher Name ist Lišce. Im Nordosten rund 1,5 km vom Dorf entfernt wuchs 1787 eine Ortschaft Račany (auch Hradčany genannt), die sich von 1869 an rund dieselbe Einwohneranzahl bewahrt. Das Dorf Lišice mit der Ortschaft Račany haben ihren Höhepunkt der Bevölkerungsdichte Ende 20er des Vorjahrhunderts erreicht, wann hier 399 Einwohner angemeldet waren.

 

-          Kanalisation

im ganzen Dorf wird nur eine Regenkanalisation mit Freiablauf in den Fluss Úhlava nah zum Dorf ausgeführt. Das Erneuerungsprogramm setzt zwar Aufbau der Spülwasserkanalisation mit Anschluss an Kläranlage des Gefälldorfes Dolní Lukavice voraus, Abwasser wird jedoch inzwischen über die Septik-Tanke hin ins bestehende Kanalisationsnetz ausgelassen. Bei den Neubauten wird das mittels Tank Vollabfuhr gelöst.

-          Wasserleitung

es gibt keine im Dorf, voraussichtlich kann Wasserstrang aus dem Dorf Dolní Lukavice zugeführt werden, das an Wasserstrang der Stadt Přeštice angeschlossen ist.

 -          Dienstleistungen

 

   Das Gemeinde ist völlig mit Strom und Gas versorgt. Derzeit sind insgesamt 21 Gasanschlüsse aufgestellt.

Arbeitskräfte

   Im Dorf haben insgesamt 153 Einwohner ihren ständigen Wohnort, darunter 17 % im Alter umter 15 Jahre, 17,5 % 15-30 Jahre, 24,5% 31-50 Jahre, 19% unter 60 und 22 % über 60 Jahre. Ökonomisch aktiv ist 47 % darunter 81 %   Pendler. Gleich im Dorf gibt es 10 Arbeitsstellen, vor allem in der Landwirtsgesellschaft Lukrena s.r.o. Weiterhin gibt es hier eine private Landwirtsfarm. Kleine Dienste im Dorf werden auch in einer Autowerkstatt gesichert, auch ein Möbelgeschäft gibt es hier.

Abfalleinlagerung

   Die Gemeinde sortiert (Plasten, Glas, Papier und Metallabfall) mit Abfuhr nach Bedarf, Kommunalabfall wird wochentlich von der Firma Marius Pedersen group s.r.o. mit dem Sitz in Pilsen abgefahren. Im Rahmen des Gemeindeverbandes im Bezirk Pilsen-Süd für Abfallwirtschaft ist die Abfallsammlung zweimal jährlich kostenlos. 

Náves Lišice   Lišice - cesta k Horní Lukavici

 


Snopoušovy

 

 

 

 

 

Snopoušovy     Kaplička ve Snopoušovech

 


 

Krasavce

 

 

 

 

 

Krasavce   Krasavce  

 

Krasavce   Krasavce

 



 


 

  Zur Versorgung der Bevölkerung werden Dienstleistungen mittels einen ständigen   Mischwarengeschäft (geöffnet montags bis samstags) sichergestellt. Die bisher fehlende Kulturanlage wird durch den Anbau des von ZKD Pilsen abgekauften Mischwarengeschäft entstehen.

 

  Verkehr

 

 

 

  Strassen

 

     Grundstruktur des Verkehrsnetzes im Gebiet besteht aus den durchs Dorf in Richtung Dolní Lukavice – Předenice durchlaufenden Strassen der III. Klasse. Desweiteren eine örtliche Strasse zwischen Lišice und Horní Lukavice. Zwei Feldwege führen zu den Gemeindewäldern und zum Dorf Hradčany.

 

 

  Stromversorgung  

   Die Grundverkehrsdienste am Montag bis Freitag sind von ČSAD Autobusy Plzeň a.s. sichergestellt und angesichts der Bedürfnisse der Bürger ist eine Verkehrslinie in Richtung nach Přeštice sowie Plzeň ganz genügend. Die nächste Eisenbahnhaltestelle ist in Přeštice mit einer Option für die Richtungen Plzeň und Klatovy.

     Beständiger Aufenthalt haben hier 153 Einwohner in 50 Häusern, es gibt 5 unbewohnte Häuser und zur Erholung werden 17 Wohnhäuser benutzt. Es gibt hier auch über 70 Erholungshütten, die übermässig auf dem Abhang beim Fluss Úhlava untergebracht sind. An den Erholungs- (Pionierlager) sind, dank seiner anziehenden Lage, schon viele Leute gewöhnt.

 

       Das gesamte Ausmass des Katastergebiets beträgt 413,2965 ha, Landwirtsboden 317,1706 ha und Waldgründe 42,10 ha. Katasternummer 629715. 

 

  ZU Beginn der 60er   wurde das Dorf Lišice unter Verwaltung des Zentrumsdorfs Dolní Lukavice eingegliedert, wovon es auch gegenwärtig verwaltet wird.

 

  Infrastruktur

     2003 wurden 23,79 ha Boden administrativ ans Kataster von Chlumčany, zusammen mit der Ortschaft Račany, die schon seit 1961 ämtlich von Chlumčany verwaltet worden war, gebracht.

Geschichte:

          Erste historisch belegene Erwähnung über das Dorf Dolní Lukavice kommt aus dem Jahre 1216 her, wenn den Grundbesitz ein nicht näher bestimmter Herr Štěpán hielt, 1243 - 45 ging es in Haltung von Brüdern Bohuchval und Vitl von Lukavice über, die zur Familie Bohuchvals von Hrádek gehörten. 1250 ihr Nachkomme Štěpán von Lukavice Dorfinhaber, und 1427 auch Patron hiesiger Kirche wurde.

 

          In der Mitte 15. Jhs. erwarb Dolní Lukavice das Geschlecht Lukavský von Řeneč und besass das Dorf bis hin zum Jahre 1596. Der erste Inhaber des Grundbesitzes aus diesem Geschlecht war Lvík von Řeneč, der in den Jahren 1444 bis 1452 erwähnt war und nach seinem Tod war der Inhaber sein Sohn Jan - von 1470 bis 1474. Nach ihm wurde der Grundbesitz von seinen Söhnen Lvík und Markvart geerbt, die 1502 das Vermögen um den Wald Vysoká und Dorf Horní Lukavice vergrössert hatten. Wenn sie sich dann 1505 in die Besitzungen teilten, Lvík gewann das Fort in Dolní Lukavice mit einem Hof, Teil des Dorfs mit der Mühle in den Wiesen und den Wald Rovně. 1522 vermachte er das Vermögen seinen Söhnen Peter und Wenzeslas. Durch letztere Teilung fiel Lukavice zu Václav und Peter wurde Besitzer des Hofes Vodokrty. 1596 wurde Lukavice von den letzten Besitzern von den Lukavskýs von Řeneč Herrn Jindřich Chlumčanský von Přestavlky verkauft, der schon vorher Besitzer von Radkovice nad Skálou gewesen war und durch diesen erfolgreichen Handel dehnte er seien Besitzungen erheblich, er starb im Jahre 1603. 

 

          1615 schloss das Dorf Jáchym Loubský von Luby und auf Řenče zu seinem Besitz an. Der nahm in den Jahren 1618 bis 1620 an Ständenaufstand teil. Obwohl er zum Anheimfallen des Halbvermögens bestraft wurde, ist er daraus, dank des Betrugs, ohne Beeinträchtigung, es ist ihm zwar gelungen die Königskammer davon zu überzeugen, dass Schulden von Grundbesitzen mehr betragen als die Strafe selbst. Er besass die Dörfer Horní und Dolní Lukavice, Lišice, Háje, Osek, Libakovice, Plevňov, Knije, Krasavce, verheeertes Dorf Lomy,   Snopoušov und Vodokrty mit einem Hof und einen Teil von Předenice.

 

          Seit 1623 änderten sich viele Besitzer aus bis 1651, wenn man beim Verkauf des Grundbesitzes Herrn Oto Jiří von Helverson auf Tasňovice und Racovy auf damaligen Betrug gekommen war und die Königskammer verordnete alles zu verkaufen um alle Schäden zu vergüten. Kaiser Leopold I. schenkte 1662 seine Rechte zum Grundbesitz dem Grafen František Albrecht Harrach, der Horní sowie Dolní Lukavice und Řenč umgehend verkaufte Karel Leopold dem Grafen Caretto - Millesimo. Dadurch waren die Dörfer schon im Jahre 1666 Pavel, dem Grafen von Mozin verkauft. Sein Sohn Ferdinand Matěj besass ausser der Herrschaft Dolní Lukavice auch Seč, 1712 verbreitete er die Erbschaft ums Dorf Chlumčany und 1717 noch um Letiny. 1708 liess Ferdinad Morzin das alte baufällige Fort niederreissen und berief den Pilsner Architekten Jakub Auguston Jr. einen repräsentativen Sitz hier zu erbauen. Dadurch entstand in Dolní Lukavice ein Dreiflügelschloss mit einem hufeisenförmigen Grundriss. 1730 wurde im Ostflügel die St.-Johann Nepomuk-Kapelle beendet, aud deren Gewölbe eine hochwertige illusive Freske "Apotheose des St. Johann Nepomuks" vom Pilsner Maler František Julius Lux beschaffen wurde. Die Freske war damals ein sehr fortschrittliches   Werk, denn sie der Bemühung der Tschechen um Heiligsprechen entsprach. Der Hauptaltar mit Figurenverzierung ist dann ein Werk Lazar Widmanns (auch Widemanns). Die Altarstatuen stellen weitere zwei meist bekanntesten tschechischen Heiligen dar   – St. Václav und Vojtěch in Überlebensgrösse, die zugleich Widemanns Werk sind. Auf der Südseite des Schlosses erstreckt sich ein ausgedehnter Park, der in der ersten Hälfte des 18. Jhs gemäss dem Plan von Jan Ferdinand Schor entstand. Von der Statuenverzierung des Prks aus der Werkstätte Ondřej Filip Quittainers erhielten sich leider nur Fragmente.

 

          Zu den Vorlieben der Morzin-Familie gehörte auch Musik. Ferdinand und sein Sohn Karel Josef František waren besonders bedeutende Mäzene der Musikkomponisten. Sie hatten sogar eigene Kapelle mit 16 Musiker. Der bedeutendste darunter war zweifellos Josef Haydn, über dessen Tätigkeit als ein Kapellmeister vermutet man immerfort. Voraussetzlich konnte es jedoch im Zwischenzeitraum 1757 und 1761 gewesen sein. Er komponierte hier seine erste Sinfonie, s.g. Lukavická, die jedoch auch nicht genau datiert ist.

 

         Graf Karel Josef František Morzin verkaufte 1780 die vereinigte Herrschaft von Lukavice dem Grafen Karel Bedřich von Hatzfeld, von ihm wurde sie dann 1794 vom Grafen Hugo Damian von Schönborn abgekauft, und daraus wurde 1811 Fideikommiss beschaffen (Vermögen, das der Gründer fürs Geschlecht durch Bestimmung über Unveräusserlichkeit und Erbfolge absichert) für die dritte Schönbornslinie. Die Herrschaft bestand damals aus drei Grundbesitzen, d.h. Dolní Lukavice mit 18 Dörfern, Přeštice und Žehrovice mit 3 Dörfern und Příchovice mit 6 Dörfern.

 

          Der letzte Grundbesitzer war Herr Veverka, der besass ihn seit Mitte der 20er   des 20. Jhs bis 1945, wenn die Herrschaft zum Staat fiel, denn darauf Dekret des Presidenten Beneš Nr.12 bezog. Im Zeitraum des Komunismus war hier ein psychiatrische und antialkoholische Heilanstalt, später dann Sanitätsmateriallager. Nun ist hier Teil der Depositen des Westböhmischen Museums auf die Dauer dessen Umbau angebracht.

 

 

          Ausser dem schon erwähnten Schloss weitere bedeutenden Denkmäler von Dolní Lukavice schliessen noch St. Peter und Paul-Kirche, das zu Haydns Zeiten, wie auch heute, Produktionsort des Schlossmusikkörpers gewesen sein soll. Es handelt sich um einen kleinen gothischen Bau aus der 2. Hälfte des 13. Jhs, der im Höchstbarock im Jahre 1722, also unter der Regierung Ferdinanda Matyáše Morzins umgebaut wurde. Die St.-Johann Nepomuk-Statue kommt vom Jahre 1714 her und im Nordteil des Dorfplatzes gibt es auf der Säule die Statue Ecce Homo vom Jahre 1741. Merkwürdig ist auch der im 15. Jh. gegründete Judenfriedhof, der sich beim Wege nach Lišice befindet. Auch das Zweiflügel-Barockgebäude mit einem Mansardendach und Nummer 133 ist erwähnungswert, es handelt sich um einstige Brauerei aus dem 18. Jh.

Im Dorf, entgegen dem Haus Nr.82, gibt es zwei Höchstbarock-St.-Johann von Nepomuk- Statuen vom Jahre 1714, und Volksbarockstatuen vom Jahre 1807 auf einem hohen Sockel bei der Brücke. Auf dem Nordrand ist im Abhang ein, angeblich aus dem 15. Jh. her kommendes, gut erhaltenes altes Judenfriedhof angebracht, mit den Grabsteinen vom 18. Jh an. Im Dorf lebte vom 17. Jh. eine grosse Judengemeinde, die meist rund 1837 angewachsen war, 240 Personen stellten ein Viertel aller Einwohner dar. Die Synagoge von der Hälfte des    19. Jhs wurde zum Wohnhaus, heute Nr. 93 umgebaut. Hinter dem Friedhof steht eine altertümliche kleine Blockhütte. Ca. 1,5 km nordwestlich gibt es eine bewaldete Anhöhe mit einer Naturreservation Zlín, die Mischwald mit thermophiler Flora schützt.

 

 

 

  Tomáš Karel

            Ein ausgedehntes Dorf im Tal beim Fluss Úhlava ca 3 km nördlich von Přeštice entfernt.

 

            Lukavice ist erstmals zum Jahre 1216 erwähnt, wenn besass das Dorf Štěpán, im Jahre 1243 und 1245 Brüder Bohuchval und Vitl, der Name Vitl ist auch in den Nachrichten von 14. Jh zu finden. In Lukavice siedelte sein Bruder Wilman, dessen Witwe Zdeňka ernannte Vitl 1366 zum neuen Pfarrer in Lukavice. 1379 ist Vojslav Besitzer von Lukavice und ein gewisser Otík hatte hier eine Halfhufe. Für diesen Zeitraum Meist von Quellen betrifft hiesige Kirche und Besetzung der Pfarre. 1423 war auf der Feste Jan von Talmberk ansässig, Patron der Kirche war jedoch zu dieser Zeit Štěpán von Lukavice.

          Gemäss der Schriftrolle der Grundbesitz gehörte 1654 zu Otto Jiří von Helverssen und im Dorf wirtschaftlichten 7 Bauern und 6 Kleinbauern und auch ein Jude lebte hier. Gemäss dem Theresianischen Kataster waren hier ein hundert Jahre später 23 Haushälter, eine Herrenmühle mit 3 Räder und Stampfe und 4 Juden (ein Schneider, ein Hausierer, Händler mit Federn, Leinwand und Tabak), Untertanen klagten sich bei Kommissaren über übermässige Robotbelastung. Das war schon unter Haltung des Dorfes von František Graf Morzin, der hier ein ausgedehntes Barockschloss als der Hauptsitz sich verbreitender Herrschaft aufbauen liess. 1780 verkaufte Karel Josef, Graf von Morzín die ganze Herrschaft    dem Grafen Karel Bedřich von Hatzfeld, damals Staatsinnenminister. In den Jahren 1758 - 1760 war der berühmter Komponist Josef Haydn der Schlosskapellmeister. Nach 14 Jahren wurde das Schloss von Hugo Damián, Graf von Schönborn gekauft, der aus der Herrschaft 1811 ein Fedeikommiss beschaffen hatte. Sein Nachfolger Bedřich Karel hatte 1818 noch Llužany Besitz zugekauft. Der letzte Feudalbesitzer war Ervín von Schönborn, der 1881 gestorben ist. Seine Nachkommen hielten den Besitz bis 1945. 

 

1900 waren hier 122 Häuser, 866 Einwohner und eine Brauerei, in Háje wurde Malererde gefördert. Der Grundbesitz wurde nach Bodenreform als Staatskonfiskat abgekauft, dann nach Verstaatlichung war hier in den Jahren 1955 - 1962 eine psychiatrische Heilanstalt. Seit 1991 her ist das Schloss im Besitz des Dorfs und ungeachtet des verlaufenden allgemeinen Umbaus finden hier alljährlich Haydns Festtage statt. Nach letzten Angaben gibt es in Dolní Lukavice 168 Häuser und 457 Einwohner. Es gibt hier auch Gemeindebehörde, Pfarre, Schule, Postamt, Wirthaus, ein Paar Läden, eine Landwirtsgenossenschaft. Einem grossen Dorfplatz dominiert eine Kirche, auf der Südseite dann Schlossgelände, Bebauung besteht aus bisher charakteristischen klassizistischen Landgütern, die besonders den Strassen nach Horní Lukavice ein anziehendes Gepräge beschaffen. Neuere Häuser sind meistens an Rändern, vor allem in Richtung Přeštice vor dem Bauernhof erbaut.

 

  Vor dem Schloss in Richtung zum Dorfplatz gibt es einen Bauernhof- und Brauereikomplex mit den Gebäuden der Barockherkunft, die gleichzeitig mit dem Schlossbau gelöst werden. Der zweite Bauernhof wurde am Dorfrand beim Weg nach Přeštice gegründet. Auf dem gegenüberliegenden Norddorfsrand steht ein grosser Kontributionsbarockspeicher.

Das Schloss ist ein in zwei Stufen vom Architekten Jakubem Augustonem Jr. Barockbau, Zentralteil wurde 1708 und die Seitenflügel nach 1724 beendet. Der Schlosszentralteil mit kuppelförmigem Dach enthält im Erdgeschoss eine durchfahrbare gewölbte Halle, ein Zentralhauptportal. Im Stock gibt es eine Haupthalle, zusammen mit den Nebenzimmern, einen best erhaltenen Schlossraum. Die mit der Freske František Julius Luxes verzierte Schlosskapelle des St.-Johann von Nepomuks im Nordflügel wurde 1730 eingeweiht. Hochwertig ist ein Altar mit Statuen Lazar Widmanns. Der ausgedehnte Schlosspark im französischen Stil wurde von Jan Ferdinand Schor gegründet und einst reiche Statuenverzierung wurde von Ondřej Filip Quintainer gesichert, heutige Form kommt von der im 19. Jh realisierten Naturlandschaftsgestaltung her.